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Klettern am Braschelstein ab 18.05.2020 - jedoch nur für Vereinsmitglieeder

Liebe Bergsportfreundinnen und –freunde!

Gut zwei Monate nach Schließung unserer Kletteranlage in Kolkwitz aus bekannten Gründen, können wir diese nun wieder für die Nutzung freigeben. Leider, auf Grund der gesetzlich verankerten Maßnahmen in Sachen „Corona“, müssen wir einige Regelungen treffen, welche wir euch zwingend bitten einzuhalten:

Die Nutzung der Kletteranlage ist nur für Vereinsmitglieder des KSV Quackensturm e.V. ab Montag, den 18. Mai 2020 freigegeben. (Bitte den DAV- und den Personalausweis mitführen!)
Das Gelände der Kletteranlage darf maximal von 12 Personen zugleich betreten werden.

Die Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln und Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Vorbeugung von Infektionen ist von jedem Nutzer zu gewährleisten.

Physische Kontakte sind zu reduzieren, Mindestabstand 2,0 m zu anderen Personen (ausgenommen Angehörige des eigenen Haushalts)

Gewohnte Kontaktrituale sind zu unterlassen (Händeschütteln, Umarmungen, Trinkflasche herumreichen etc.).

Der Partnercheck hat auf Distanz zu erfolgen.

Das Seil ist beim Clippen nicht in den Mund zu nehmen.

Direkt nebeneinander liegende Routen sind nicht zeitgleich zu beklettern!

Das Tragen einer geeigneten Mund-Nasen-Bedeckung (Mundschutz) wird empfohlen.

Die Mitnahme von Desinfektionsmittel zum Desinfizieren der Hände, wird empfohlen, insbesondere nach Nutzung der Dixi-Toilette. 

Die Nutzung des Grills, sowie mitgebrachter Kocher oder Grills, ist nicht gestattet.

Jeweils montags und mittwochs trainieren die Kinderklettergruppen im Zeitraum von 17.30 Uhr bis 19.00 Uhr. In dieser Zeit steht die gesamte Anlage ausschließlich dieser Gruppen zu Verfügung!

Die Einhaltung der Regelungen wird von Verantwortlichen des Vereins kontrolliert, ebenso führt das Ordnungsamt Kontrollen durch! Bei Zuwiderhandlungen werden wir, auf Grund der Haftbarkeit des KSV Quackensturm e.V. als Verein, den Fels umgehend für die Nutzung sperren!

Das Training der Kindergruppen erfolgt im reduzierten Teilnehmerkreis, grob gesagt halbierte Teilnehmerzahl und für die/den einzelnen Teilnehmer dann im 14 Tage-Rhythmus. Über Zusammensetzung und Termine der Kurse informieren die Trainer die Teilnehmer / Eltern!

Über einen nötigen Arbeitseinsatz am Braschelstein werden wir in den nächsten Tagen befinden – die Kombination „Anklettern mit Arbeitseinsatz“ wird es 2020 nicht geben!
Die Hauptversammlung 2020 verschieben wir bis auf Weiteres. Über fällige Beitragsanpassungen ab 2021 werden vorab informieren.
In der Hoffnung, dass der Virus und seine Begleiterscheinungen in Kürze Geschichte sind, die alltägliche Normalität uns bald wiederhat,

bleibt gesund, besten Dank für euer Verständnis und viele Grüße

Volker Roßberg
für den Vorstand

Klettern im polnischen Jura
Ein Bericht von Thomas Kostial

Seit ein paar Jahren ist es einigen Eingeweihten bekannt, dass sich weit im Osten, hinter den sieben Bergen bei Krakau ein feines, kleines Klettergebiet verbirgt, welches die weite Reise lohnt.

Das Gebiet liegt im Polnischen Jura zwischen Tschenstochau, Katowice und Krakau.
Im letzten Sommer gab es für mich nur eine Woche Sommerferien. Um nicht wieder ins altbekannte Frankenjura zu fahren, sondern auch mal etwas Neues kennenzulernen, wurde als Sommerziel kurzfristig das Polnische Jura ausgerufen.

Die Fahrt ist trotz Autobahn ein längeres Erlebnis. Vor allem die ersten 60 Kilometer Holperstrecke nach der Grenze erinnern an alte Zeiten. Danach ist bis Katowice alles gut ausgebaut. Ab dort sucht man sich über Landstraßen seinen Weg bis ins Zielgebiet. Insgesamt benötigt man von Cottbus knapp fünf Stunden bis zum Zeltplatz von Podlesice, dem zentralen Klettererdorf im Jura.

 

In vielen weiteren Dörfern gibt es kleine Privatcampingplätze oder Agroturistik- Unterkünfte, eine Art einfache Pension auf dem Bauernhof.

Die Verpflegung ist überall sichergestellt: durch kleine Dorfläden auf dem Lande, in denen es fast alles gibt oder durch Intermarché, Auchan usw. in den Großstädten, wo es dann wirklich alles gibt.

Mittagessen kann man auch sehr gut am Zeltplatz Podlesice. Für den Sprachunkundigen gibt es dort tolle polnische Überraschungssuppen. Jeden Tag wird die Speisekarte neu auf eine Tafel geschrieben, natürlich in anderer Reihenfolge und mit neuen Gerichten. Als Ausgleich dafür kann aber weder der Koch noch die nette Bedienung eine andere Sprache als Polnisch. Guten Appetit!

Nach so viel Essen kann man dann gestärkt zum Felsen ziehen.

Einige Gebiete in der Nähe des Zeltplatzes sind in zwanzig Minuten zu Fuß erreichbar, zu anderen fährt man eine viertel bis eine halbe Stunde. In die Gebiete direkt bei Krakau ist man sogar knapp über eine Stunde unterwegs.

Die Klettereien spielen sich durchweg am festen weißgrauen Kalk ab. Oft ist dieser aber geschlossen und glatt. Löchrige, großgriffige Überhänge wie im Frankenjura sind selten. Aber in den vielen leichten Klettereien gibt es tolle, griffige Strukturen.

Die Absicherung ist in den wichtigsten Gebieten hervorragend. Dort wurden in den letzten Jahren viele Routen mit Klebehaken und Umlenkketten in Edelstahl-Qualität saniert oder neu erschlossen. Es gibt vereinzelt auch noch Gebiete oder Routen mit altem Material.

In einigen Leichtklettergebieten ist am Wochenende ziemlich viel los. Oft zieht dann die ganze Familie mit Picknickkorb und Kinderwagen zur Wiese unter den Felsen. Aber selbst dann findet man immer noch genug freie Touren.

Auffällig ist, dass fast nur junge Kletterer im Alter von 18 bis 30 im Jura unterwegs sind. Wir haben in dieser Woche keine deutschen Kletterer getroffen, wohl aber viele Polen, die perfekt Englisch können oder manchmal auch ihr Deutsch probieren wollen.

Die meisten Gebiete, die wir besucht haben, besitzen ein tolles Ambiente. Auf hügelig grüner Heide wachsen schneeweiße Kalkfelsen aus der Landschaft. Garniert wird das oft noch mit einer mittelalterlichen Burgruine.

In Deutschland sind zurzeit keine Kletterführer erhältlich. Vor Ort gibt es aber die neuesten Ausgaben zu kaufen. Darin sind gute Routenfotos und Anstiegsskizzen enthalten. Es existieren die Kletterführer „Jura 1, 2, und 3“. Welche Gebiete in diesen Büchern aber beschrieben sind, dass wissen auch die polnischen Kletterer nur manchmal. Oft findet man die Klettergebiete auch ohne Kletterführer mit einer normalen Karte und Tipps von anderen Kletterern. Einfache Regel: wo eine Burg steht, gibt es auch Felsen – und es gibt viele Burgen!

Da wir noch nicht alle Gebiete erforscht haben, fahren wir im Sommer 2011 bestimmt wieder fünf Stunden in Richtung Osten hinter die sieben Berge zum Sportklettern.

links: Okienniek Projekt 9+
rechts: Rzedkowice Pfeiler 5+

Podzamce - Klettern an der Burgmauer

Rzedkowice

links: Rzedkowice Projekt 8+
recht: Rzedkowice Resi 7-